HEROS

HEROS – Musikalische Theaterinstallation über John Lennon, seinen Mörder und uns Heutige –

Die Theaterproduktion nach dem gleichnamigen Theaterstück von Björn Steiert bringt in einer Rückblende die Innenwelt des Attentäters von John Lennon auf die Bühne. Der Mörder, ein „Niemand“, möchte „Jemand“ sein, er möchte durch den Mord an seinem Idol dessen Ruhm und dessen Anerkennung für sich. Er will im Grunde durch den Mord an seinem Idol den Nihilismus, die erlebte Sinnlosigkeit im Leben und eine als falsch und fiktiv erlebte Welt überwinden. Die Inszenierung von Dominique Lüdi demaskiert die Geltungssucht des Attentäters und bringt die gesellschaftliche politische Relevanz der Tat ans Licht. Mit seinem Mordgedanken an John Lennon stellt der Niemand letztlich die Träume einer ganzen Generation in Frage und bringt deren Ideale ins Wanken. Die Inszenierung zeigt zugleich, worin heute ein positives Wirken in der Welt bestehen und wie Weltsinn geschaffen werden kann, nämlich als Künstler wie Lennon. Lennon als Künstler wird dadurch zu einem Prototyp der Lebenserhaltung und Sinnschöpfung und damit zu einer Antwort auf den Nihilismus. Dieser Aspekt wird durch eine Sängerin dargestellt, die sich wie ein Wesen aus einer anderen Welt im Raum bewegt und nie direkt mit der Figur des Mörders kommuniziert. Der Niemand fordert uns alle dazu auf Gründe zu finden, die Identifikationsfigur Lennon am Leben zu lassen.

 

TICKETS

 

Spiel und Konzept: Michael Buseke

Inszenierung: Dominique Lüdi

Raum und Diaprojektion: Joachim Dierauer

Musik: Siegfried Friedrich

Video: Curdin Schneider und Guido Villaclara

Sängerin: Drilona Musa

Lichtdesign: Guido Villaclara und Brad Decker

Regieassistenz: Johanna Rees

Beratung Bühnenbau: Harry Wunderlin

 

Die Zürcher Uraufführung wurde durch die Futurum Stiftung Basel gefördert und in Kooperation mit dem "Theater der Künste" Zürich realisiert.

Die Aufführungen im Basler Ackermannshof wurden durch die Abteilung Kultur Basel-Stadt unterstützt.

Die Aufführungen in der St. Galler Lokremise werden durch Kanton St. Gallen Kulturförderung, Stadt St. Gallen und Migros Kulturprozent unterstützt.

 

PRESSESTIMMEN

Fotos (Ackermannshof Basel)

Medien

HEROS

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6 comments

  • Kommentar-Link Mario Franchi gepostet von Mario Franchi

    Lieber Michael

    Wie du von Dominique erfahren hast, habe ich am Freitag eure Vorstellung besucht.
    Nachträglich auch dir herzliche Gratulation zu HEROS. War super spannend, die Lokremise in diesem Rahmen (wieder ganz neu) zu erleben. Ich war begeistert, wie ihr mit dem Raum umgegangen seid.
    Hoffe, dass ihr mit dem Gastspiel in St.Gallen unter dem Strich zufrieden seid – ist bekanntlich ein hartes Pflaster...
    E gueti Zit und liebe GrĂĽsse
    Mario

    Mario Franchi
    Theaterpädagogik
    Genossenschaft Konzert und Theater St.Gallen

    Melden Donnerstag, 20. August 2015 13:04
  • Kommentar-Link Simone Moser gepostet von Simone Moser

    Lieber Michael

    Nun habe ich es also endlich an eine Deiner Aufführungen geschafft. Es war toll und intensiv und eine unglaubliche Leistung von Dir – gratuliere! Die Fragestellung ist hochinteressant, streben doch so viele junge Menschen danach, zu Ruhm und Ehre zu gelangen – doch dafür zu morden?

    Die Platzierung des Publikums war interessant – ob es dem Dialog dienlich war – welches waren Eure Überlegungen? Es ist auch für mich, welche ich gerne mit Leuten in Führungen in einen Dialog trete, gewöhnungsbedürftig, plötzlich angesprochen zu werden. Ich wusste davon, da ich die Kritiken gelesen habe – und trotzdem ist man plötzlich auf dem Präsentierteller, plötzlich wichtig, plötzlich jemand und sollte dann möglichst etwas Gescheites von sich geben…. Die Schülerinnen und Schüler waren jedenfalls voll bei Dir und das anfängliche peinliche Kichern ist schnell verstummt.

    Ich hoffe, ihr hattet Erfolg und auch während der restlichen Vorstellungen noch viele BesucherInnen.

    Herzliche GrĂĽsse und auf ein anderes Mal

    Simone
    Koordinatorin Bildung und Vermittlung
    Kunstmuseum Basel

    Melden Dienstag, 14. Oktober 2014 17:56
  • Kommentar-Link Fritz Rumpf gepostet von Fritz Rumpf

    Herzliche Glückwünsche. Es war ein grossartiger Abend, der mich wieder mit dem Theater versöhnt hat!

    Melden Freitag, 03. Oktober 2014 11:00
  • Kommentar-Link Kerstin Mehle gepostet von Kerstin Mehle

    Lieber Michael,

    noch immer sehr beeindruckt und berührt von Deinem Theaterabend, Deiner Leistung als Schauspieler und der Regie von Dominique Lüdi sowie der ungewöhnlich eindrücklichen Stimme von Drilona Musa, wollte ich mich einfach nochmal melden.

    Ich fand mich in die authentische Szenerie von 1980 versetzt: das Kreuzen zweier Schicksale - sowohl von John Lennon als auch von seinem Attentäter, dem Niemand, der im Stück ein Jemand geworden ist - alles war hochpräsent. Es war spannend bis zur letzten Minute! Ein nachhaltiges Theatererlebnis!

    Erst einmal herzlichen Dank und für die nächsten Aufführungen volles Haus und interessiertes Publikum!

    Kerstin Mehle
    PLOTS INTERNATIONAL

    Melden Dienstag, 30. September 2014 20:06
  • Kommentar-Link Gaby Koller gepostet von Gaby Koller

    Liebe Dominique, lieber Herr Buseke

    ganz herzlichen Dank fĂĽr die eindrĂĽckliche AuffĂĽhrung/Performance von HEROS , die ich an einem der Abende am Neuen Theater am Bahnhof besucht habe!
    Ihre Regie zusammen mit Ihrer grossartigen Darstellung war berĂĽhrend und machte sehr nachdenklich!

    Warum meint denn der Mensch, dass Töten auch nur eines der eigenen Probleme je lösen kann? Ob das wohl der Knackpunkt von Kriegen wäre??

    Das ist mir im Laufe dieses Stückes mit dem Psychogramm des Mörders immer klarer geworden...

    Ich freue mich auf weitere Events!!
    herzlich Gaby Koller

    Melden Sonntag, 20. Juli 2014 12:52
  • Kommentar-Link Timon Boehm gepostet von Timon Boehm

    Aus einiger zeitlicher Distanz bleibt mir von Heros vordringlich jene Frage, die Michael Buseke hastig in die Zuschauerrunde wirft bzw. in die Zuschauerkästen (die eine Mischung zwischen Logen, Achterbahnsessel und Konkurrenzposten gegen die anderen Kästen darstellen): Warum meinen Sie, dass man nicht töten darf? Eine Frage, bei der man ebenso klar weiss, DASS man es nicht darf, wie die Gründe dafür versagen. Ein Zuschauer stammelt etwas vom biblischen Tötungsverbot. Dies ist auch meine Spur. Im Loblied der Hanna (1Sam2,6) heisst es: Der Herr tötet und macht lebendig. Zu verstehen: Ausschliesslich der Herr... Wir sind dagegen gewohnt mit dem Begriff Menschlichkeit zu argumentieren. Indes steht die Chiffre Gott für die Unversehrbarkeit des Lebens und nicht die sog. Menschlichkeit des Menschen, die humanitas, die sich in Verträgen, Rechtsprechungen, Normen und Gerichtsentscheiden erschöpft. Insofern wirft das vermeintlich poppige Stück über John Lennon und seinen Mörder von einer unerwarteten Seite her Licht auf die Heiligkeit des Lebens.

    Melden Montag, 18. Februar 2013 22:17

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