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Aus einiger zeitlicher Distanz bleibt mir von Heros vordringlich jene Frage, die Michael Buseke hastig in die Zuschauerrunde wirft bzw. in die Zuschauerkästen (die eine Mischung zwischen Logen, Achterbahnsessel und Konkurrenzposten gegen die anderen Kästen darstellen): Warum meinen Sie, dass man nicht töten darf? Eine Frage, bei der man ebenso klar weiss, DASS man es nicht darf, wie die Gründe dafür versagen. Ein Zuschauer stammelt etwas vom biblischen Tötungsverbot. Dies ist auch meine Spur. Im Loblied der Hanna (1Sam2,6) heisst es: Der Herr tötet und macht lebendig. Zu verstehen: Ausschliesslich der Herr... Wir sind dagegen gewohnt mit dem Begriff Menschlichkeit zu argumentieren. Indes steht die Chiffre Gott für die Unversehrbarkeit des Lebens und nicht die sog. Menschlichkeit des Menschen, die humanitas, die sich in Verträgen, Rechtsprechungen, Normen und Gerichtsentscheiden erschöpft. Insofern wirft das vermeintlich poppige Stück über John Lennon und seinen Mörder von einer unerwarteten Seite her Licht auf die Heiligkeit des Lebens.